|

WIR HABEN DIE ERDE NUR VON DEN KINDERN GEBORGT
Das Herrenhaus Salderatzen ist zwar keine hundertprozentige Ökopension, aber doch bemüht, soviel Öko wie möglich in seinen über hundert Jahre alten Gemäuern unterzubringen. Unsere Wiesen werden nicht gespritzt oder mit Kunstdünger bearbeitet. Unsere Schafe fressen Bioheu. Die Außenanlagen sind so angelegt, dass angepasste Pflanzen, Sträucher und Bäume hier gedeihen. Den großen Innenhof haben wir mit Kastanien und Linden bepflanzt, die den notwendigen Schatten spenden.
Das Scheunendach ist mit einer 12 Quadratmeter großen solarthermischen Anlage bestückt, die für unsere Heuhotelgäste im Sommer den 500 Liter Warmwassertank hauptsächlich fürs Duschen versorgt. Der übrige Teil des Scheunendaches ist mit einer 30 kW großen Photovoltaikanlage bestückt, die munter viele Kilowattstunden sauberen Solarstrom produziert.
Unsere Sauna haben wir als finnische Sauna konstruiert. Sie wird mit einem Holzofen beheizt. Das ist zwar nicht so bequem wie ein Elektroofen, aber ergibt eine kuschelige Wärme und beim Saunieren kann man sogar ins Feuer schauen oder durch das große Panoramafenster den Ausblick in die weite Landschaft und die untergehende Sonne genießen. Und überhaupt - beim Strom haben wir uns für den guten Ökostrom von Greenpeace energy entschieden. Da wird viertelstündlich per Internet der Nachweis über die Herkunft des Stromes erbracht.
Das Wohnhaus und das Gästehaus sind von innen isoliert, weil sich unter Denkmal stehende Gebäude schlecht von außen isolieren lassen. Als Dämmmaterial wurde ISOFLOC verwendet und alle Fenster nach neuesten Wärmeschutzstandards erneuert. Ansonsten haben wir alle Tapeten im Haus entfernt und die Wände mit lösungsmittelfreien Farben gestrichen. Auf Teppichboden wurde weitgehend verzichtet.
Und damit uns kein Licht durchbrennt, haben wir fast überall Energiesparlampen eingesetzt. Abfallsortierung ist bei uns selbstverständlich. Schön getrennt nach Papier, Glas, grüner Punkt, Kompost und Restmüll. So kommen wir trotz der vielen Gäste doch mit einer relativ kleinen Restmülltonne aus.
Beim immer frisch zubereiteten Frühstück ist nicht alles Bio, aber doch mit zunehmender Tendenz. Frühstückseier gibt es von unseren eigenen Hühnern, solange der Vorrat reicht, und die Wurst aus eigener Produktion bzw. Schlachtung.
|